Die Zubereitung der Maneštra
Die Hauptzutaten jeder Maneštra (Maneschtra) sind folgende drei Gemüsearten: Bohnen, Kartoffeln, und noch ein Gemüse, wonach die Maneštra dann ihren Namen bekommt (Mais, Kichererbsen, Sauerkraut)…
Die dritte Zutat gibt der Maneštra ihren speziellen Geschmack: süβ wie Mais, bitter wie Fenchel, die „Jota“ ist sauer und die Kichererbsen geben ihren spezifischen milden Salzgeschmack. Das dritte Gemüse ist das Saisongemüse oder getrocknete Saat, wobei man (den Mais) in einem Behälter mit einem Holzhammer „klopfen“ sollte.
Die Maneštra wird auf einfachsten Weise gekocht. Die Qualität liegt in der gleichförmigen, langen Kochzeit des Gemüses auf kleiner Flamme. Eine in Eile gekochte Maneštra ist in der Regel wäβrig und deshalb ohne Geschmack. Unsere Omas kochten die Maneštra vom Morgen bis zum Mittag, mindestens zwei Stunden lang.
Für vier Portionen Maneštra braucht man zwischen 300 und 500 gr Kartoffeln, 250 gr Bohnen und etwa 150 bis 400 gr „der dritten Zutat“, d.h. mindestens 150 gr Kichererbsen und am meisten Mais, etwa 400 gr. Dazu noch Knoblauch, Sellerie, Lorbeer, Salz und Pfeffer.
In der Vergangenheit war es ein grosses Problem womit man die Maneštra anreichern sollte. Am häufigsten tat man das mit Pešt (einer Creme).
Dieses „Pescht“ wird zubereitet, indem man gehackten Speck, Knoblauch und Petersilie zusammenpresst. Das Pescht wird der Maneštra, sobald sie zu sieden beginnt, zugegeben, denn es soll mitgekocht werden. Leichtere Gemüsesuppen werden nur mit Mehlschwitze zubereitet und heute immer häufiger einfach nur mit „zwei Löffel Ől“ gebunden.
Da das Volk sehr arm war, war Fleisch früher nur eine seltene Beilage zur Maneštra. Stattdessen fűgte man Bauchspeck oder Rückenspeck hinzu. Sehr selten gab es in dieser Maneštra einen Knochen des istrianischen Rohschinkens. Man erzählt ständig von diesem Rohschinken, da der istrianische Bauer sowohl die Steuer als auch den Arzt oder den Staatsanwalt mit dem „Prsut“ (Rohschinken) bezahlte….Man sagt, dass der selbe Knochen mehrere Male wieder gekocht wurde und man erzählt häufig die Anekdote, wie sich die Nachbarinnen gegenseitig den Knochen eines Rohschinkens ausborgten. („Liebe Nachbarin, könntest du mir heute deinen Rohschinkenknochen borgen, da ich vorhabe, eine Maneštra zu kochen!“)