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Die Maneštra ist eine leicht verdauliche Nahrung. Die Bauer mochten keine Maneštra, die behaupteten, und es ist auch wahr, „nach einer Maneštra ist man sofort wieder hungrig". In den Kriegszeiten UND Zeiten der Hungersnot kochten die sorgfältigen und einfallsreichen istrischen Mütter die Maneštra aus Brennhaar, aus verschiedenen Pflanzenarten, sogar aus einigem Unkraut. Während uns der Gesang Mut gab, ernährte uns die Maneštra.

Die Maneštra ist ein Teil des Pöbels, was auch zahlreiche Redensarten zeugen:

- Lakše je staru maneštru stepliti nego novu skuhati/ Einfacher ist eine alte Maneštra aufzuwärmen, als eine neue zuzubereiten.
- To je svejena maneštra./ Das ist immer die gleiche Maneštra
- Mrzlu maneštru moreš poisti , ma ne i mrzlu besidu./ Eine kalte Maneštra kann man essen, aber ein kaltes Wort nicht.
- Čuda kuharic – presoljena maneštra./ Viele Frauen in der Küche - verdorbene Maneštra.
- Ne hitaj papar u tuju maneštru./ Würze nie die Maneštra von anderen, mit Pfeffer.
- Maneštra je vajka boja poli suseda./ Die NachbarnsManeštra schmeckt immer besser.

Als mein Onkel Gašpar gefragt wurde, was für Frauen er lieber hatte, „die Schwarzhaarigen oder Blondinen", antwortete er: " macht nichts, die Maneštra schmeckt mir sowohl warm, als auch mäßiger Wärme oder kalt!

Eine weitere Anekdote über die Lage der Maneštra:

Zusammen mit ihrer Tochter, die noch sehr jung war, brachte eine Bauerin die Maneštra für die Bauer am Feld. Diese aßen die Maneštra alle aus einem Topf (Pjadina, Terrina). Die Maneštra schmeckte sehr gut und der älteste Bauer sagte lobend:

- Wer hat diese Maneštra zubereitet, daß sie so köstlich ist?
- Diese Kleine – sagte die Mutter im Scherz, und zeigte auf das Mädchen.
- Dann kann sie schon heiraten!- stellte der Lobende fest.


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