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Maneštra - als Wirtin einer guten Küche


Jeder Istrier, der gefraft wird, welches sein Lieblingsessen sei, wird mindestens eine von den numerösen Gemüsesuppen aus Istrien erwähnen. Die sogenannte Maneštra (Maneschtra - Eintopf, Zuspeise) ist eine Besonderheit und die Basis der Küche Istriens.

Dieses Essen, heutzutage als Spezialität gehalten, war die Nahrung der Armut und wurde alltäglich gespeist. Die Maneštra war der einzige Gang und die einzige mögliche Zutat zur Maneštra war „noch ein Teller Maneštra“. Junge Leute, die den ganzen Tag schwer auf dem Feld arbeiteten, reicherten dann mit so viel alten Brot die Maneštra, dass der Löffel senkrecht in dieser Suppe stehen konnte.

Anscheinend einfach und arm, die Maneštra war eine phantasievolle und gesunde Speise. Erst heute, wenn Gemüse und Vegetarismus geschätzt werden, gewinnt sie an Bedeutung. Die Maneštra, wowegen wir uns manchmal auch schämten, ist langsam auch in die Hotelmenus gelangen.

Hier eine Geschichte von Benito Mihoviloviæ, einem bekannten Küchenmeister aus Porec, über den Antritt der Maneštra in die Gastgewerbe: “Es gescah anfangs der sechziger, der Tourismus war dann noch bei den ersten Schritten. Es kam ein Italiener, ein Adeliger, in die Porestina zur Jagd an. Nach der erfolgreichen Jagd bereiteten wir Köche ein gutes Jägerabendessen für die Gäste zu. Da damals Gewild uns keine besondere Spezialität darstellte, hatten wir Lust eine Maneštra für uns Köche zu kochen.

Der neugierige Baron tritt in die Küche hinen und bat um einen Teller des Essens, welches wir für uns zubereiteten. Er aß zwei Teller von dieser Maneštra. Alles war erstaunt, beim offiziellen Essen hatte dieser Herr kein Interesse fürs Gewilde! So wurden wir zarte Istrier dann selbstbewußter und begannen als Vorspeise vieler offiziellen Essen unsere Maneštra anzubieten.

Jeder hat die akzeptiert.“